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Stirnraten Karten: wie viele, selbst gemacht oder am Handy

Stirnraten Karten gehen auf drei Arten aus: Sie verschwinden, sie gehen kaputt, oder alle kennen sie auswendig. Hier findest du für alle drei Fälle eine Lösung, von selbst geschriebenen Karten bis zum Handy.

Die Schachtel ist noch da, aber die Hälfte der Stirnraten Karten fehlt. Oder das Problem ist ein anderes: Die Runde kennt jede Karte auswendig. Beides führt zum selben Ergebnis. Ihr braucht neue Begriffe, und zwar für heute Abend.

Dafür gibt es drei Wege: Karten selbst schreiben, Karten ausdrucken oder ganz aufs Handy umsteigen. Welcher passt, hängt davon ab, wie viel Zeit ihr habt, wie viele mitspielen und ob es Kinder in der Runde gibt. Unten findest du für jeden Weg eine Anleitung und eine ehrliche Einschätzung, wann er sich lohnt.

Warum Stirnraten Karten irgendwann nicht mehr funktionieren

  • Auswendig gelernt. In einer gekauften Schachtel steckt eine feste Zahl an Karten. Wer zehn Abende damit gespielt hat, erkennt den Begriff am ersten Buchstaben.
  • Abgenutzt. Karten knicken, bekommen Flecken und überleben selten zwei Umzüge vollständig.
  • Verschwunden. Die Schachtel ist meistens noch da, nur mit halbem Inhalt. Und die Sanduhr fehlt sowieso.
  • Falsche Schwierigkeit. Viele Karten sind entweder zu leicht oder so abstrakt, dass niemand sie spielen will.

Wie viele Stirnraten Karten braucht ihr pro Abend?

Das unterschätzt fast jeder. In einer Runde von 60 Sekunden gehen 8-15 Begriffe weg, ein Stapel aus selbst geschriebenen Karten ist also schneller leer, als man denkt.

SpielerDurchgängeUngefähr so viele Begriffe
42 Durchgänge80-120
62 Durchgänge120-180
83 Durchgänge240-360
123 Durchgänge350-500

Stirnraten Karten selbst machen

  1. Gleich große Karten nehmen.Karteikarten im Format A7 sind ideal. Alternativ faltest du ein A4-Blatt viermal und schneidest es in 16 Teile. Gleiche Größe ist wichtig, sonst erkennt man die dicken Karten im Stapel.
  2. Ein Begriff pro Karte.Nicht drei. Ein Begriff, eine Karte, das ist am übersichtlichsten.
  3. Groß und dick schreiben.Mit Filzstift statt Kuli. Beim Stirnraten müssen die anderen die Karte aus zwei Metern lesen können.
  4. Schwierigkeit markieren.Ein Punkt in der Ecke heißt leicht, zwei mittel, drei schwer. Daraus ergibt sich später die Punktzahl.
  5. Alle schreiben mit.Jeder schreibt zehn Karten. So kennt niemand den ganzen Stapel und kann ihn auch nicht auswendig lernen.
  6. Getrennt sammeln.Drei Stapel oder Schüsseln nach Schwierigkeit, damit ihr vor jeder Runde wisst, was ihr zieht.

Wer die Karte nicht halten will, klebt sie sich als Post-it an die Stirn. Wie diese Variante funktioniert, steht beim Wer bin ich Spiel. Fertige Listen zum Abschreiben findest du bei den Stirnraten Begriffen, sortiert nach Themen.

Häufige Fehler beim Kartenschreiben

  1. Alle schreiben dasselbe.Wer nicht vorher Themen verteilt, bekommt fünfmal „Giraffe“. Gebt jedem ein Thema: einer Tiere, einer Filme, einer Berufe.
  2. Zu dünner Stift.Was mit Kuli geschrieben ist, kann aus zwei Metern niemand lesen. Dann muss der Rater die Karte erst umdrehen, und das Spiel ist kaputt.
  3. Durchscheinendes Papier.Bei dünnem Papier liest der Rater den Begriff von hinten. Entweder dickeres Papier nehmen oder die Karte einmal falten.
  4. Begriffe nur für Eingeweihte.Spezialwissen aus dem eigenen Hobby ist für einen selbst leicht und für alle anderen unmöglich.

Was eine gute Stirnraten Karte ausmacht

  • Konkret statt abstrakt. „Staubsauger“ ist eine gute Karte, „Effizienz“ nicht.
  • Kurz. Was länger als vier Wörter ist, frisst eine ganze Runde.
  • Allen bekannt. Wenn nur die Hälfte der Runde davon gehört hat, wird es kein Spiel, sondern eine Diskussion.
  • In jeder Spielart spielbar. Eine gute Karte kann man vorspielen, umschreiben und zeichnen.
  • Nicht zu persönlich. Insider-Witze sind super, aber nur, wenn alle dabei waren. Sonst steht jemand außen vor.
Zwanzig Begriffe, die in jeder Spielart funktionieren20
  • Staubsauger
  • Leuchtturm
  • Pinguin
  • Zahnarzt
  • Achterbahn
  • Regenschirm
  • Feuerwehr
  • Schneemann
  • Gitarre
  • Kaktus
  • Fallschirm
  • Brezel
  • Eishockey
  • Zauberer
  • Wecker
  • Hängematte
  • Pirat
  • Skifahren
  • Rasenmäher
  • Kängurubaby

Stirnraten Karten zum Ausdrucken

Wer keine Lust auf Handschrift hat, druckt. Leg in Word, Pages oder Google Docs eine Tabelle mit vier mal vier Feldern auf einer A4-Seite an, schreib einen Begriff pro Feld in Schriftgröße 28 oder größer und druck auf etwas festeres Papier (160 g reicht). Dann an den Linien schneiden, fertig sind 16 Karten pro Blatt.

  • Rückseite neutral lassen. Kein Logo, kein Muster, sonst erkennt man die Themen von hinten.
  • Pro Thema eine Farbe. Druck jedes Thema auf ein anderes farbiges Papier, dann sortiert sich der Stapel von selbst.
  • In einer Dose aufbewahren. Eine alte Keksdose oder ein Gefrierbeutel schützt besser als jede Pappschachtel.
  • Datei speichern. Behalte die Vorlage auf dem Rechner. Wenn Karten verschwinden, druckst du einfach eine Seite nach.

Spielvarianten mit Stirnraten Karten

Mit demselben Stapel lassen sich mehrere Spiele spielen. Das lohnt sich vor allem, wenn ihr euch die Mühe mit dem Schreiben schon gemacht habt.

  • Klassisch mit Zeitlimit. Karte an die Stirn, das Team hilft, 60 Sekunden. Erratene Karten kommen auf den eigenen Stapel, der höchste Stapel gewinnt.
  • Ja-Nein-Fragen. Jeder hat eine Karte an der Stirn und darf nur Fragen stellen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden. Ruhiger, gut für den späten Abend.
  • Das Hutspiel in drei Runden. Alle Karten kommen in einen Hut. Runde eins: umschreiben. Runde zwei: mit denselben Karten nur ein einziges Wort sagen. Runde drei: nur Pantomime. Weil alle die Begriffe aus den Vorrunden kennen, wird es immer schneller und immer lustiger.
  • Stirnband statt Hand. Wer beide Hände frei haben will, klemmt die Karte in ein Stirnband oder klebt sie mit Malerkrepp fest.

Stirnraten Karten für bestimmte Anlässe

AnlassGute Themen für die Karten
KindergeburtstagTiere, Fahrzeuge, Figuren aus Büchern und Serien
Spieleabend mit FreundenFilme, Promis, Essen und Trinken, Insider-Witze
TeameventBegriffe aus dem Büro, Namen der Kollegen, Projekte
Hochzeit, PolterabendErinnerungen des Paares, Urlaubsorte, Namen der Gäste
WeihnachtenGeschenke, Lieder, Weihnachtsfilme, Plätzchen

Für Weihnachten gibt es fertige Ideen bei den Weihnachtsspielen.

Handy statt Stirnraten Karten

Papier kann zwei Dinge nicht: zufällig mischen und Zeit messen. Deshalb braucht es immer jemanden, der den Stapel mischt und auf die Uhr schaut, statt mitzuspielen.

PapierkartenHandy
Vorbereitung30-60 Minuten SchreibenKeine
Anzahl BegriffeSo viele, wie ihr schreibtÜber 1.500 in 22 Themen
ReihenfolgeVon Hand gemischtZufällig, jede Runde anders
ZeitmessungExtra Uhr nötigEingebaut, 45 bis 120 Sekunden
PunkteStrichlisteAutomatisch am Rundenende
Eigene BegriffeJa, von HandJa, eingetippt
Geht verlorenJaNein

Eigene Begriffe gehen am Handy übrigens nicht verloren: Was ihr ins eigene Thema eintragt, wird genauso gemischt wie die fertigen Themen. Beim Teamevent oder auf der Hochzeit ist genau das oft der beste Teil. Wie die Kippsteuerung funktioniert, steht in den Spielregeln.

Wann Papierkarten trotzdem besser sind

  • Mit Kindern. Da ist das Kartenschreiben selbst schon ein Spiel und gleichzeitig Schreibübung.
  • Ohne Strom. Im Zeltlager oder am Lagerfeuer, wenn kein Akku durchhält, ist Papier zuverlässiger.
  • Als Geschenk. Ein handgeschriebener Stapel voller gemeinsamer Erinnerungen ist zum Geburtstag oder zur Hochzeit ein schöneres Geschenk als ein Link zu einer App.

Für alle anderen Abende gilt eine einfache Faustregel: Wenn ihr mehr als 100 Begriffe braucht und weniger als eine Stunde Vorbereitungszeit habt, ist das Handy die bessere Wahl. Die selbst geschriebenen Karten legt ihr dann für die Finalrunde zur Seite, wenn alle schon warm gespielt sind und sich über die eigenen Begriffe am meisten freuen. So habt ihr das Beste aus beiden Welten: die Menge und das Tempo des Handys und die persönlichen Lacher der eigenen Karten.

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Häufige Fragen

Wie viele Stirnraten Karten braucht man für einen Abend?

In einer Runde von 60 Sekunden gehen 8-15 Begriffe weg. Zu sechst in zwei Durchgängen sind das 120-180 Karten, mit zwölf Leuten bis zu 500. Deshalb reicht ein selbst geschriebener Stapel fast nie so lange wie geplant.

Wie mache ich Stirnraten Karten selbst?

Nimm Karteikarten im Format A7 oder schneide ein A4-Blatt in 16 gleiche Teile. Schreib mit dickem Filzstift einen Begriff pro Karte und markiere die Schwierigkeit mit einem, zwei oder drei Punkten. Am besten schreibt jeder zehn Karten.

Kann man ohne Karten Stirnraten spielen?

Ja. Die Regeln bleiben gleich, Zettel oder Handy funktionieren genauso. Das Handy mischt zusätzlich zufällig und misst die Zeit, sodass niemand den Stapel verwalten muss.

Was ist ein guter Begriff für eine Karte?

Einer, der konkret und kurz ist, den alle kennen und der sich vorspielen, umschreiben und zeichnen lässt. Abstrakte Begriffe und lange Titel kosten meist die ganze Runde.

Die nächste Runde wartet auf dich.

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SCANNENDie Kamera erkennt, welcher Store der richtige ist.